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  Über uns

Wir in Nordelbien

Seit dem 1. Mai 2009 bilden die ehemaligen Kirchenkreise Lübeck und Lauenburg den Ev.-Luth. Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg. Er ist einer von 11 Kirchenkreises der Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche. Diese nördlichste aller Landeskirchen umfasst die Gebiete Hamburg und Schleswig-Holstein.

Weitere Informationen über Nordelbien finden Sie unter www.kirche.de

Nordelbien ist in die zwei Sprengel unterteilt, denen jeweils ein Bischof/eine Bischöfin vorstehen. Bischöfin für den Sprengel Hamburg und Lübeck ist Bischöfin Maria Jepsen.

Weitere Informationen über Bischöfin Maria Jepsen finden Sie unter
http://www.bischoefin-hamburg.de

Geschichte der Hansestadt Lübeck
Die wunderschöne alte Hansestadt an der Trave lebt mit ihrer reichen Geschichte. Davon zeugt nicht nur ihr Wahrzeichen, das Holstentor. Herrliche alte Kirchen überragen das Stadtzentrum: der Dom, St. Marien, St. Petri, St. Aegidien, St. Jakobi - große Zeugnisse mittelalterlicher Backstein-Gotik.
Aber nicht nur dies. Sie reden vom Glauben, sind Stein gewordenes Lob Gottes, verkünden weithin seine frohe Botschaft für diese Stadt und unsere Welt. Alle Kultur, auch die abendländische, wurzelt im Kultus, dem Umgang mit dem Göttlichen. Darum lohnt es, näher hinzuschauen, genauer hinzuhören. Denn diese Kirchen bergen Schätze, die mehr als Staunen machen: sie bringen in uns - nicht nur mit ihren Glocken und Orgeln - Saiten zum Schwingen, Töne der Seele zum Klingen, können Balsam auf innere Wunden sein, heilende Kräfte wecken.
Doch es gibt noch mehr zu erfahren: 36 evangelische Kirchen in und um Lübeck zeugen vom Leben heutiger Gemeinden, sind bauliche Hülle für Gottesdienst und Gemeindekreise, Selbst- und Nächstenhilfe, Kinder- und Erwachsenenarbeit, Seelsorge und Beratung. Sie alle laden ein, die Isolierung zu überwinden, das Miteinander zu suchen, fröhlich zu feiern, die Sorgen anderer zu teilen, sich gegenseitig zu stützen: offene Gemeinden, keine Ideal-Menschen aber solche, die guten Willens sind und auch Kontakt zu anderen Konfessionen und Religionsgemeinschaften halten. Diese Seiten wollen Ihr Interesse wecken.
Kommen Sie gerne - wir sind für Sie da!

Ein kurzer Blick zurück:
1160 Bischof Gerold verlegt den Bischofssitz von Oldenburg in das gesicherte neugegründete Lübeck.

1173
Grundsteinlegung zum romanischen Bischofsdom.

1200
Bau der Steinbasilika St. Marien als Bürgerkirche.

1227
Erste urkundliche Erwähnung der Pfarrkirchen St. Petri, St. Aegidien, St. Jakobi. Zusammen mit den
Klosterkirchen, Filial- und Wegekapellen wird das Stadtbild des mittelalterlichen Lübecks gekrönt von vielen Türmen und Dachreitern.

1350
Vollendung der in rund 100 Jahren Bauzeit errichteten 'Bürgerkathedrale' St. Marien, der 'Mutterkirche der deutschen Backsteingotik'.

1531
Einführung der Reformation in Lübeck durch die Annahme der Stadt- und Kirchenordnung des 'Doctor Pomeranus' Johannes Bugenhagen. In der Folge: Auflösung der Klöster, Gründung der ersten bürgerlichen Lateinschule.

1561
Eberhard von Holle, Abt des Michaelisklosters zu Lüneburg, wird Bischof von Lübeck. Dieser 'erste evangelische Bischof' öffnet später dem evangelischen Gottesdienst auch den Hochchor des Domes.

1580
Lübeck ist für zwei Jahrhunderte eine Hochburg der lutherischen Orthodoxie im Norden. Der Rat versteht sich als eine 'auch für kirchliche Ordnung und Zucht zuständige Obrigkeit'. Konflikte mit der Geistlichkeit, die ihrerseits Anspruch erhebt, die Kirche zu repräsentieren, bleiben nicht aus.

1860
Der Senat erläßt die neue 'Ordnung für die evangelisch-lutherischen Kirchengemeinden der Stadt Lübeck und zu St. Lorenz'. Es folgen entsprechende Ordnungen für Travemünde (1862) sowie Schlutup und Genin (1866).

1921
Der Senat überträgt seine bisherigen Rechte 'auf die Kirche selbst'.

1977
Gründungsakt der Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche im Dom zu Lübeck. Die Nordelbische Kirche umfaßt die früheren Gebiete der Landeskirchen Schleswig-Holstein, Hamburg, Lübeck, Eutin und einige Gebiete der Hannoverschen Landeskirche. Lübeck ist weiterhin Bischofssitz für den Sprengel Holstein-Lübeck. Predigtkirche des Bischofs ist der Lübecker Dom.

1999
Das Gebiet der ehemaligen Landeskirche Lübeck ist identisch mit dem des Kirchenkreises Lübeck. Zu den 28 Kirchengemeinden gehört auch die Landgemeinde Nusse-Behlendorf im Kreis Herzogtum Lauenburg. Zur Evangelisch-lutherischen Kirche in Lübeck bekennen sich 124.000 Mitglieder, das sind rund 60 Prozent der Bevölkerung. Oberstes Beschlussgremium des Kirchenkreises ist die Kirchenkreissynode. Sie wählt den Kirchenkreisvorstand, dessen Sitzungen vom Propst, dem Leitenden Geistlichen, geleitet werden. Predigtstätte des Propstes ist St. Marien, Dienstsitz ist die Kirchenkanzlei in der Bäckerstraße 3-5.

2009 Fusion des Kirchenkreises Lübeck mit dem Kirchenkreis Lauenburg zum gemeinsamen Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg. Sitz der Verwaltung des Kirchenkreises ist das Kirchliche Verwaltungszentrum in der Bäckerstraße 3-5, Sitz des Regionalzentrums im Petri-Forum in Ratzeburg. Predigtstätten der beiden leitendenden Geistlichen sind St. Marien in Lübeck und St. Petri in Ratzeburg.


Die Geschichte des Herzogtum Lauenburgs
Im 7./8. Jahrhundert besiedelte der Teilstamm der Polaben des slawischen Großstammes der Obotriten aus Osteuropa oder vom Balkan kommend den Nordteil des heutigen Kreises Herzogtum Lauenburg.

Zum Bild: Das Anveruskreuz aus dem 14./15. Jahrhundert am nordwestlichen Stadtrand von Ratzeburg. Es ist ein Radkreuz aus gotländischem Kalkstein. Es erinnert an den Abt Ansverus, der im Alter von 28 Jahren als Märtyrer starb.
Ernst Barlach (1870 bis 1938) zeichnete das Anveruskreuz um 1888. Er lebte einige Zeit in Ratzeburg und ist auf dem St. Petri Friedhof im Osten der Stadt beigesetzt.

1143 Gründung der Grafschaft Ratzeburg.

1227 bis 1689 Herrschaft der askanischen Herzöge von Sachsen-Lauenburg im Land der Sadelbande mit Residenz in Lauenburg / Elbe und Land Ratzeburg mit Residenz in Ratzeburg.
Endgültige Gebietsverluste in diesen Jahren durch Verpfändung u. a. 1370 Vierlanden, Amt Bergedorf; Teil des Sachsenwaldes an Lübeck später an Hamburg; Nusse-Behlendorf und Stadt Mölln (diese von 1359 bis 1683) an Lübeck.

1702 Nach Erbfolgestreitigkeiten fiel das Herzogtum an das Königreich Hannover mit Regierungssitz in Ratzeburg.

1815 Nach den napoleonischen Kriegen bis 1864 unter Dänemarks Königsherrschaft.

1865 Nach dem Sieg Preußen-Österreichs über Dänemark als Landkreis der Provinz Schleswig-Holstein im Königreich Preußen.

1919 - 1945 Landkreis ‘Herzogtum Lauenburg’ in der Zeit der Weimarer Verfassung und des Nationalsozialismus.

1945 Landkreis ‘Herzogtum Lauenburg’ an der deutsch-deutschen Grenze zur DDR bis 1990, seitdem an der Grenze der Bundesländer Schleswig-Holstein/ Mecklenburg-Vorpommern.

Kirchengeschichte

10. Jahundert Erste Taufen unter den Polaben am Westufer des Ratzeburger Sees unter der Auswirkung der Missionsstrategie Otto des Großen (936-973).

Um 1.000 Wahrscheinlich Bau einer Holzkirche im heutigen Stadtteil Ratzeburg Str. Georgsberg
1018 Gewaltiger Rückschlag für die Missionstätigkeit.

1044 Wiederaufnahme der Missionstätigkeit durch den bereits getauften Abodritenfürst Gottschalk. In St. Georgsberg wurde eine neue Feldsteinkirche mit Klosteranlage errichtet. Weiterhin Fortsetzung des slawisch-heidnischen Siwa-Kultes auf der heutigen Domhalbinsel Ratzeburgs.

1066 Erneuter gewalttätiger Slawenaufstand gegen die Christianisierung. Gottschalk wird in der Burg Lenze erschlagen. In Einhaus bei St. Georgsberg wird der Abt Ansverus mit seinen Mönchen durch Steinigung erschlagen, gleichzeitig werden Kirche und Kloster zerstört.

1093
Schlacht bei Schmilau: Sieg der Sachsen über die Slawen unter Herzog Magnus, dadurch Schutz der Christen für die Zukunft unter Heinrich dem Löwen (1129-1195) in Polabien /Lauenburg.

1154
Evermod wurde als erster Lauenburgischer Bischof eingesetzt, zuerst in St Georgsberg, dann in dem im Bau befindlichen Dom zu Ratzeburg.

1165
Baubeginn des Domes unter Heinrich dem Löwen, Einweihung im Jahre 1220.

12./14. Jahundert
Aufbau kirchlicher Strukturen in Gemeinden mit eigenständigen Kapellengemeinden; Errichtung von Patronaten: 1243 Lauenburg/Elbe, 1301 in Ratzeburg St Petri; abgetrennt von St. Georgsberg.

Um 1500 Starker Verfall der einheitlich kirchlichen Ordnung und Autorität im Lauenburgischen, Kloster in Kuddewörde nur von 1500 bis 1524.

1517-1519
Nach jahrzehntelangen Streitigkeiten zwischen den Lauenburgischen Herzögen und den Bischöfen am Ratzeburger Dom: Verhängung des Kirchenbanns über Herzog und Herzogtum.

ab1519
Erste lutherische Prediger in den Gemeinden aus Nordwestdeutschland und den Niederlanden, die sogenannten ‘verlaufenen Mönche’; Reformation beginnt im Lauenburgischen ‘von unten’.

1531 Einführung der Reformation in den Städten Lauenburg/ Elbe und Mölln.

1545 In fast allen Lauenburgischen Kirchengemeinden predigen lutherische Pastoren.

1550
Christoph von der Schulenburg wird als letzter römisch-katholischer Bischof für den Ratzeburger Dom gewählt.

1554
Christoph von der Schulenburg legt sein Bischofsamt nieder, tritt zwar zum Protestantismus über, aber überlässt das Bistum mit den Stiftsgemeinden für 10.000 Talern dem Herzog von Mecklenburg-Neu Strelitz; gleichzeitig Auszug der Prämonstratenser-Mönche; seit 1504 zu allgemeinen Priestern säkularisiert.

1566
Georg Usler wurde erster lutherischer Prediger am Dom zu Ratzeburg.

1565-82 Franz Baring wurde erster lutherischer Superintendent mit Amtssitz in Lauenburg/Elbe.

1585 Am 25. März wurde der Erlass der ‘Sächsisch-Lauenburgischen Kirchenordnung’ durch Herzog Franz II und dem Lübecker Superintendenten Pouchenius nach Lübecker Bugenhagen und Mecklenburger Vorlage; luth.orthodoxe Theologie und Bekenntnis; gleichzeitig in Lauenburg und Ratzeburg erstellt.

1705
Verlegung der Superintendantur von Lauenburg nach Ratzeburg.

1741 und 1841 Jeweils Einführung eines neuen Einheitsgesangbuches.

1818
Gründung der Ratzeburg-Lauenburgischen Bibelgesellschaft.

1845 Anschluss an die Arbeit der Dresden/Leipziger luth. Mission, gleichzeitig erste Lauenburgische Missionskonferenz (durchgeführt mit Unterbrechungen bis zum Jahr 2000).

1850
Einführung des Lauenburgischen Ornats/Talar unter dänischem Einfluss; Auflösung der Domschule und Gründung der ‘Lauenburgischen Gelehrtenschule’, Gründung eines Lehrerseminars in Ratzeburg/ Präparandeum.

1851
Erstes Lauenburgisches Landesmissionsfest, zweijährig durchgeführt mit Unterbrechungen bis 2009.

1876
Einführung der Schleswig-Holsteinischen Kirchen- und Synodalordnung und Verlegung des Lauenburgischen Konsistoriums nach Kiel.

1877
Gründung des Lauenburgischen Gotteskastens, später Martin Luther Bund.

1922
Die Verfassung der Schleswig-Holsteinischen Landeskirche garantiert weitestgehend die Selbständigkeit der Lauenburgischen Landessuperintendantur.

1958
Die Rechtsordnung der Schleswig-Holsteinischen Landeskirche bestätigt den eigenständigen Rechtsstatus der Landessuperintendantur Launeburg von 1922.

1976
Die Verfassung der Ev-Luth Kirche Nordelbiens integriert vorläufig die Landessuperintendantur Lauenburg als Kirchenkreis.

1979
Verabschiedung des letzten Landessuperintendenten Prof. Dr. Joachim Heubach als Bischof nach Bückeburg.

1980
Die Lauenburgische Synode beschließt im November in Mölln nach verlorenen Kirchenprozessen die Umstellung auf die Verfassung der NEK: Verlust der Selbständigkeit, stattdessen Kirchenkreis; Einführung des Propstenamtes anstatt Landessuperintendenten und damit Verlust der bischöflichen Rechte, 1981 Auflösung des Kreispatrontats für den Propsten.

1981
August: Einführung von Dr. Hermann Augustin, erster Propst für den ‘Kirchenkreis Herzogtum Lauenburg’.

2009
Die Kirchenkreissynode des fusionierten Ev.-Luth Kirchenkreises Lübeck-Lauenburg gibt sich am 8. Mai eine Verfassung, nachdem der Kirchenkreis Herzogtum Lauenburg am 8. Okt. 2008 in Mölln auf seiner Synode zusammen mit der Lübecker Kirchenkreissynode einer Überleitungsvereinbarung zur Fusion beider Kirchenkreise zugestimmt hatte.

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