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  Brot für die Welt

Projekt Erntedankfest 2010 - Die Ev. – Luth. Kirchen in Lübeck unterstützen am Erntedanktag 2010 das ‘Brot für die Welt’ Projekt

Kredite wecken Hoffnung: Kleinkredite, Niger

Niger zählt zu den ärmsten Ländern der Welt. Immer wieder führen Dürren zu Hungersnöten. Die ‘Brot für die Welt’ - Partnerorganisation ADA unterstützt die Menschen am Niger-Fluss – unter anderem durch Kleinkredite, die ihnen den Aufbau einer Existenz ermöglichen.

Die Fischervereinigung ADA (‘Association des Aquaculteurs’),die von ‘Brot für die Welt’ unterstützt wird, hat einen Kreditverband ins Leben gerufen, der Gruppen von 20 bis 25 Personen Kleinkredite im Wert von umgerechnet 300 bis 3.000 Euro gewährt. Gleichzeitig vermittelt ADA den Antragsstellenden das Einmaleins der Betriebswirtschaft – Angebot und Nachfrage, Risikostreuung und Preisgestaltung.

Die Antragstellenden erbitten Starthilfen für Fischzucht und Gemüsebau, für Gebäckhandel und Reisverkauf. ‘Fischzucht geht in schwierigen Zeiten vor’, erklärt die Präsidentin des Kreditverbandes. ‘Landwirtschaft ist riskanter, weil wir nie wissen, wie die Ernte ausfällt.’ Die Mitglieder des Komitees müssen Prioritäten setzen, weil die Mittel des Kreditverbandes begrenzt sind. Aus diesem Grund verteilen sie auch lieber kleinere Summen und bewilligen dafür mehr Anträge. Die Kredite werden nicht an Einzelpersonen, sondern nur an Gruppen vergeben. Bleibt ein Schuldner säumig, haften alle. Die Kreditnehmer werden vor Ort von Beratern betreut. Sie prüfen die Anträge, beraten die Gruppen, begleiten die Projekte und bereiten die Rückzahlungen vor.

Viele Kleingewerbetreibende haben zwar gute Ideen, aber zu wenig Kapital, um diese umzusetzen. Bei herkömmlichen Banken sind sie meist nicht kreditwürdig. Private Geldverleiher verlangen Wucherzinsen. ‘Brot für die Welt’ unterstützt Organisationen, die Kleinkredite zu fairen Bedingungen zur Verfügung stellen und die Kreditvergabe durch Schulungen und Beratung flankieren.

Brot für die Welt unterstützt dieses Projekt mit € 176.580,00.

Was kostet wie viel?
250 Jungkarpfen zum Aufbau einer Fischzucht: € 10,00
2 Ziegen zum Start einer Kleintierzucht: € 50,00
5 Reissäcke für eine Getreidebank. € 100,00

Wenn Sie helfen möchten:
Spendenkonto: Gemeindediakonie Lübeck e. V.
bei der Volksbank Lübeck BLZ 230 901 42 Konto 160015.16

Weitere Informationen unter www.gemeindediakonie-luebeck.de .

Projekt vom 01. Mai 2010 bis 30. April 2011 - Die Ev. – Luth. Kirchen in Lübeck unterstützen in der 52. Aktion ‘Brot für die Welt’ das Projekt

Die Saat geht auf: Ernährung sichern, Bangladesch

Madhupur liegt im Norden von Bangladesch und ist eines der wenigen verbliebenen Waldgebiete. Hier leben seit hunderten von Jahren die Garo, eine indigene christliche Minderheit im sonst fast ausschließlich muslimischen Land. Sie leben vom Wald und von der Landwirtschaft. Doch die Zerstörung ihres Lebensraums bedroht sie in ihrer Existenz. Die Church of Bangladesh (COB) hilft ihnen, ihre Ernährung zu sichern und für ihre Rechte zu streiten.

Die meisten Garo leben in den ehemals dichten Wäldern Madhupurs. Seit Generationen bebauen sie dort kleine Äcker, sammeln wilde Früchte oder schlagen Holz. Doch von dem einst großen Urwald ist heute nur noch wenig übrig. Vor etwa 20 Jahren begannen staatliche und private Unternehmen Kautschukplantagen anzulegen sowie großflächig Bananenstauden, Eukalyptus und andere Nutzbäume anzupflanzen. Außerdem drängen immer mehr bengalische Siedler in die fruchtbare Region und die Regierung plant, einen riesigen Freizeitpark unter dem Deckmantel des Naturschutzes aufzubauen. Mit ihm sollen Touristen nach Bangladesch gelockt werden. Und so versucht die bengalische Regierung die Garo mit allen Mitteln von ihrem Land zu vertreiben. Nach heftigen Protesten liegt das Projekt Ökopark zurzeit auf Eis. Aber die Verunsicherung unter den Garo ist groß.

Ein wichtiger Partner im Kampf um das Recht auf Land ist die Church of Bangladesh. Mit dem von ‘Brot für die Welt’ finanzierten ländlichen Entwicklungsprojekt will die Kirche den Garo ermöglichen, in ihrer Heimat zu bleiben und ihre besondere Kultur zu bewahren. Sie sprechen eine eigene Sprache und feiern traditionelle Feste. Vor allem aber hat bei ihnen die Frau eine dominante Stellung in der Familie und der Gesellschaft. So erbt die Tochter Land und Haus von ihrer Mutter. Der Mann zieht nach der Hochzeit in den Haushalt der Ehefrau.

In dem Projekt werden die Menschen unter anderem über ihre Landrechte aufgeklärt, und sie lernen, ihr Einkommen zu steigern und ihre Ernährung zu sichern: zum Beispiel, indem sie neue Feldfrüchte anbauen, Pilze züchten oder organischen Dünger herstellen. Die Nachfrage nach dem organischen Dünger steigt. Selbst die Plantagenbesitzer kaufen ihn und viele Familien konnten sich so eine wichtige Einnahmequelle erschließen. Andere im Dorf bessern ihr Einkommen mit der Pilzzucht auf. Die Kirche bietet Kurse über Zucht und Vermarktung der Pilze an.

Brot für die Welt unterstützt dieses Projekt mit € 144.753,00.

Was kostet wie viel?
zwei kleine Ziegen für den Aufbau einer Kleintierzucht: € 10,00
50 Beutel mit Substrat aus Holzmehl, geimpft mit Sporen für eine Pilzzucht: € 5,00
Workshop für 20 Frauen zum Thema ‘Herstellung von organischem Dünger’: € 20,00

Wenn Sie helfen möchten:
Spendenkonto: Gemeindediakonie Lübeck e. V.
bei der Volksbank Lübeck BLZ 230 901 42 Konto 160015.16

Weitere Informationen unter www.gemeindediakonie-luebeck.de .

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